Der HERR behütet dich; der HERR ist dein Schatten über deiner rechten Hand, dass dich des Tages die Sonne nicht steche noch der Mond des Nachts. Psalm 121,5-6 Das ist die Tageslosung für heute. Gott behütet dich! Tag und Nacht wacht er über dir, ist um dich mit seiner Liebe da, sendet seine Engel aus, nach dir zu schauen, für dich da zu sein. Du spürst es vielleicht gerade nicht? Aber sei gewiss: In Gottes Herzen hast du einen festen Platz, er sinnt Tag und Nacht um für dich gut da zu sein! Manchmal sind dir diese Engel sehr vertraut, die er für dich aussendet, und du kennst ihre Namen aus dem Familien- oder Freundeskreis. Du bist behütet! Welch große Ansage ist das in der Bibel, wo Menschen ja auch riesige Tiefs erleben, vor Schwierigkeiten stehen, Krieg und Hunger erleiden, Krankheit und viel zu frühen Tod. Aber auch in diese Not hinein hält die Bibel daran fest:

Die fünfte Minute der Nachspielzeit weckte neue Hoffnung auf das Wunder! Ausgleich Kiel gegen Bayern. Und dann kämpften sich wackere Kieler gar nicht nur mit Glück, sondern auch mit richtig guten Kombinationen und Spielzügen bis ins Elfmeterschießen. Und der 12. Elfmeter brachte die Entscheidung: Kiel hat Bayern in der zweiten Pokalrunde aus dem Wettbewerb geworfen! – Alle Bayernfans mögen es mir nachsehen (mein Verein ist ja am Tag davor auch schon ausgeschieden gegen Bayer Leverkusen): aber wie schön ist das denn, wenn das kaum Erwartbare auf einmal gelingt und Wunder geschehen. Der Fußball hat uns gestern ein Beispiel geliefert. Und wir – wir waren hier im Norden mal einen Abend ablenkt von den bedrückenden Coronazahlen und den immer ähnlich verlaufenden Talkshow-Diskussionen. Mir tat es gut mal was ganz anderes zu schauen und dann noch so ein Finale zu erleben! Und vielleicht – ja vielleicht können wir ja doch vom Fußball auch etwas über die ganze momentane gesellschaftliche Lage bei uns lernen. Müdigkeit macht sich breit. Bei mir – und ihr kennt das bestimmt auch. Irgendwie dachte ich: alles geht schneller, im Januar geht es aufwärts, die Impfungen erreichen schnell die Millionenhöhe, die Infektionen gehen zurück, die Geschäfte machen auf, ich kann endlich meine Konfis wieder analog im Unterricht sehen, wir können am Valentinstag einen Gottesdienst mit Gemeinde feiern und Ostern sowieso ... Und jetzt – Überlegungen: was machen wir dieses Jahr?

„Können wir mal Ihre Kirche sehen?“ Drei Personen standen hinten im Garten und hatten von der Nachbarin den heißen Tipp bekommen bei uns doch mal wegen der Kirche zu fragen. Ich kam gerade aus dieser, hatte nach dem Mittagsgebet um 12.00 Uhr und nach der Kirchenführung mit einem Brautpaar um 14.00 Uhr gerade den Kirchenschlüssel wieder an den Haken gehängt um nun meinerseits im Garten bei dem schönen Wetter ein wenig abzuhängen. Aber da ich selber mich immer sehr freue, wenn ich an einem Urlaubsort die Möglichkeit habe die hiesige Kirche zu besuchen, war es natürlich keine Frage den Kirchenschlüssel wieder zu holen und die drei zur Kirche zu führen. „Sie sind also der Pfarrer hier?“ – stellte einer der drei fest und meinte dann: „Dann sind wir also Kollegen!“

Da habe ich mich lange hier nicht zu Wort gemeldet! Puh, ich habe erst mal getragen, ich kann euch sagen. Wenn mal schnell eine halbe Million Menschen aus dem „Verein“, der mir so wichtig ist und am Herzen liegt, austreten…Das muss man erst mal sacken lassen! Eine halbe Million! Ja, es kam nicht so überraschend, die Ergebnisse der Kirchenmitgliedschaftszahlen von 2019 haben sich ja angekündigt, und wir merken es hier oben in unseren Gemeinden ja auch: Kaum eine Sitzung, in der nicht ein oder mehrere Schreiben vom Amtsgericht zur Kenntnis gegeben werden, dass da jemand die Kirche verlassen hat. Manchmal sind es uns eher unbekannte Namen, Menschen, die erst zugezogen sind. Manchmal sind es Namen von Menschen, die wir kennen. Kürzlich trat jemand aus, von dem ich weiß, dass ihm Glauben und Kirche nicht egal sind.

„Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.“ (Römerbrief 12,21)

Es hat mich etwas Überwindung gekostet, o ja. Nach längerer Zeit wieder das Geschäft zu betreten, wo ich früher oft und sehr gerne gewesen bin. Mit der ganzen Familie waren wir da bekannt. Immer gab es einen netten Schnack mit dem Chef. Und dann war mal etwas vorgefallen. Eine unserer Töchter war dort nicht so nett behandelt worden. So empfanden zumindest wir sicher sehr parteiischen Eltern es, als unsere Tochter uns daheim die Sachlage schilderte. Und es war Funkstille. Wir mieden das Geschäft. Familiäre Solidarität nennt man so etwas wohl. Aber irgendwann dachte ich: Ach, das ist jetzt eine Weile her.

Wie, ihr habt noch keines? Immer noch nicht? Puh, jetzt wird es aber knapp. Ich meine – das große Fest steht ja fast schon vor der Tür. Und auf den letzten Drücker sich ins Einkaufsgewühl zu stürzen, ist ja auch nicht so prickelnd. Zumal in Coronazeiten! Ja, es ist nur noch – ein halbes Jahr hin! Heiliger Abend! Weihnachten! Also kommt in die Puschen! – Wobei , ich gebe es zu, bei diesem schönen Wetter draußen ist es mir auch noch nicht gelungen meine Gedanken für die Weihnachtspredigt zu sammeln oder über ein Krippenspiel der Kinder nachzudenken. Was wird überhaupt gehen in diesem Jahr, wo alles so anders ist als sonst? Heute ist jedenfalls der 24. Juni. Im Heiligenkalender Geburtstag von Johannes dem Täufer. Von ihm stammt der fälschlicherweise viel zu oft den Machern der „Brigitte“-Diät zugeschriebene Slogan: „Ich muss abnehmen“. Er soll diesen Satz im Blick auf Jesus gesagt haben: „Er muss wachsen – ich muss abnehmen.“ Johannes, dessen Mutter Elisabeth mit Maria, der Mutter Jesu verwandt war. Und beide Mütter waren zeitgleich schwanger. Elisabeth überraschenderweise in ihrem vorgerückten Alter, die gar nicht mehr mit einem Kind gerechnet hat. Und Maria überraschenderweise, als unverheiratete Frau, durch den Heiligen Geist, so beschreibt die Bibel das Wunder.