Ein Sämann geht aus und wirft Samen. Einiges fällt auf den Weg und wird zertreten; einiges fällt auf Fels und verdorrt. Einiges fällt unter die Dornen und erstickt. Einiges fällt auf gutes Land und geht auf und trägt hundertfältig Frucht! (nach Lukas 8,4-8) – Das Gleichnis hat mich schon als Kind begleitet. Manchmal hörte ich es so, dass da verschiedene Menschengruppen genannt seien: Menschen hören Gottes Wort, und bei vielen passiert nicht viel – und bei einigen findet dieses Wort fruchtbaren Boden. Längst aber ist mir bewusst, dass ich selber so unterschiedliches Land darstelle für Gottes Wort. Manchmal bin ich der, der nicht richtig hin hört – und Gottes Wort wird gleich zertreten.

Manchmal höre ich ein Wort, aber begreife gar nicht, wie sehr ich hier gemeint bin, wie es dabei um mich geht, um mein Leben, Glauben, Lieben, Hoffen. Und Gottes Wort fällt auf Fels. Manchmal berührt mich ein Wort, eine Geschichte, und ich denkte: Oh ja, da ist was dran. Man müsste mal … – Ja, und dann bleibt es bei diesem ersten Gedankenanstoß und beim Konjunktiv „müsste“. Denn da ist so viel anderes gerade zu bewerkstelligen in meinem Leben, und ich gebe diesem Wort Gottes gar keine Chance in mir etwas anzustoßen, voranzutreiben oder zu verändern. Wie wenn Gottes Wort unter ganz viel Dornen fällt, die es ersticken. Manchmal aber trifft mich ein Wort, eine Botschaft, eine Geschichte aus der Bibel, und ich merke: Wow. Das geht um mich. Das geht um meine Schuld, die vergeben sein soll. Das geht um meine Blindheit, und Jesus will mir die Augen öffnen. Das geht um mein verhärtetes Herz – dabei schickt Gott mich los zu Mitgefühl und zu Hilfe. Das geht um Trost für meine verwundete Seele. Das geht darum, dass ich wieder Hoffnung spüre und diesen Tag schaffe – und anderen etwas Hoffnung bringen kann. Es geht um mein Leben, das mit dem Tod noch nicht zu Ende ist. Und um Gottes Liebe zu mir! – Und dann kann es passieren – wo sich so lange nichts tat: auf einmal bringt dieses Wort ganz viel Frucht! – Kennt ihr das auch bei euch: dass tausendmal sich vielleicht nicht viel ereignet – aber dann auf einmal seid ihr von einem Vers der Bibel, von einer Predigt, einem Gedanken, einer Botschaft zutiefst berührt, und ihr spürt: Gott hat dieses Wort euch ins Herz gelebt?! Dann zieht los: Hundertfache Frucht ist verheißen! Was für ein Segen! – Die Geschichte ist Predigttext heute. Ich habe heute frei 🙂. Aber dafür hier ein paar Gedanken. Nächsten Sonntag streamen wir um 11.00 Uhr aus Galmsbüll: mit Musik von Marion und Frank Bernstein-Jensen und einer Predigt in Versen zum Valentinstag – also: zur Liebe! Bleibt behütet!147428027_253497399621307_897771138016886330_o.jpg