Überlebenskampf für unsere Schulkinder in Uganda!

Während in Deutschland die meisten Schulen und Kindertagesstätten aus den Corona-Einschränkungen wieder schrittweise in den Normalstatus zurückkehren, ist die Situation in Uganda noch sehr schwierig. Nein, die Zahlen der (registrierten) Infizierten ist nicht das Problem und Genaues weiß bei den mangelhaften Tests ja ohnehin niemand. Aber die Lage an den meisten Schulen ist aufgrund mangelhafter Hygieneverhältnisse (Wasser, Toiletten usw.) so bedenklich, dass auf unbestimmte Zeit alle Schulen und ähnlichen Einrichtungen von der Regierung vorsorglich geschlossen wurden. Unseren Babies und Kleinkindern im Lebenshaus geht es da gut, weil alle Betreuerinnen samt Krankenschwestern da blieben, wir über gutes Wasser verfügen und jetzt existenznotwendige frische Lebensmittel von unseren eigenen Gärten ausreichend vorhanden sind. Anders ist es aber mit unseren Schulkindern, die Schwester Maria mit ihrem Team rechtzeitig von den Schulen wegholen und in Ersatzfamilien bringen lassen konnte. Diese waren ja schon länger immer zur Aufnahme der Kinder (im eigenen Clan!) bereit, was jetzt auf Monate erhalten bleiben muss.

 

 

Und da liegt das Problem: Diese Familien haben ja auch noch eigene Kinder und ggf. Kinder aus der Verwandtschaft, die jetzt alle auf engstem Raum, mit eingeschränkten Hygienemöglichkeiten und vor allem mit Lebens- mittelknappheit zur Versorgung der Großfamilie zu kämpfen haben. Sehr früh hat Schwester Maria mit unseren Teams diese bedrohliche Lage erkannt und Wege zur Abhilfe gefunden. Während so Manche (auch in Uganda) die Coronanot für ihre Zwecke ausnützen und polizeiliche und militärische Konfrontationen erzeugen, haben unsere Teams ermittelt, wo bei den Unterkünften „unserer Schulkinder“ die Not am größten ist, haben die am dringendsten benötigten Lebensmittel und Hygieneartikel zusammengestellt und diese Listen mit der Polizei abgestimmt. Nun dürfen wir monatlich mit unserem Geländebus einerseits die nötigen Lebensmittel kaufen und andererseits haben wir die Fahrerlaubnis zu den Adressaten dieser Hilfsgüter. So läuft echte Entwicklungshilfe und Lebensrettung. Das wird nun allerdings nicht einmalige Aktion sein sondern muss wohl monatelang auf- recht erhalten bleiben, wofür wir rund 2.500 Euro zusätzlich pro Monat aufbringen „müssen“. Ich bin sehr stolz und glücklich darüber, dass auch mein designierter Nachfolger, Raphael Rehm, zeitgleich diese aufkommenden Probleme sah und handelte.

Nun vertrauen wir auf unsere bewährten Spender und neue Initiativen v.a. für diese Schulkinder und die dreißig von uns ermittelten ärmsten Familien, die unsere Kinder zusätzlich aufgenommen haben. Erschwerend kommt für uns dazu, dass womöglich die Realschule Waghäusel, die mit ihren jährlichen Sponsorenläufen und Sonderaktionen jeweils 6 bis 7 tausend Euro für das Schulkinder-Ferienprogramm aufgebracht hat, das dieses Jahr womöglich nicht oder nur eingeschränkt erfüllen kann, weil ja auch in Deutschland die Coronamaßnahmen für die Schulen ihre Auswirkungen haben. Wir hoffen weiter auf gute Herzen und bereite Hände, die mit uns zusammen auch dieses Problem stemmen werden. Wir sind sicher, dass weiterhin alle Spenden ungeschmälert da ankommen, wo sie am meisten benötigt werden. Danke für alles Mittragen in Vergangenheit und Zukunft. Bleiben Sie alle heil und gesund!

Mit herzlichen Segenswünschen grüßt Sie und Euch alle Ihr GÜNTER HIRT, Pfr.i.R.

Hallo Herr Wiegand, Pfarrer Günter Hirt hat mich gebeten Ihnen Bilder von der Hilfeversorgnung Anfang Mai an Familien zu Coronazeiten in Uganda zu senden. Da durch den Lockdown in Uganda die ohnehin schon schlecht versorgten noch weniger Möglichkeiten hatten, haben wir Handlungsbedarf gesehen und eine Hilfeversorgung mit Verpflegung Hygieneartikel an arme Menschen in der Umgebung und den Ersatzfamilien unserer Schützlinge zu liefern. Insgesamt wurden 42 Familien versorgt, darunter waren 62 unserer Schützlinge. An die Familien wurden Kochbananen, Reis, Zucker, Salz und Seife ausgegeben. Die Untersützung wurde mit sehr viel Freude angenommen.

Mit freundlichen Grüßen Raphael Rehm

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