Die „Bülls“ haben einen neuen Pastor: Am vergangenen Sonntag wurde Gerald Rohrmann als neuer Pastor für den Bereich Nordfrieslands eingeführt, der im übrigen Kirchenkreis liebevoll als die „Bülls“ bezeichnet wird. Dazu gehören mit Emmelsbüll und Horsbüll, Klanxbüll und Neugalmsbüll, vier wunderschöne, historische Predigtstätten, die zu drei engagierten Kirchengemeinden gehören.

Der 50-jährige Theologe eroberte bei seiner Predigt zur Einführung die Herzen im Sturm, die zahlreichen Gottesdienstbesucher in der Rimberti-Kirche applaudierten danach spontan. Es sei ein Traum gewesen, mal am Meer zu leben, sagte er. Aber er habe sich nie vorstellen können, dass dieser Traum Wirklichkeit werden könne – er habe geglaubt er gehöre nach Hessen und sei dort verwurzelt. „Ei gude“, so heiße es dort und nicht „Moin“. Kulinarisch sei eher die hessische „stracke Wurst“ angesagt, es gebe nur selten Fisch und man trinke eher Äppelwoi als Bier. Aber als dann der Arzt seiner Frau empfahl, sie möge doch besser ans Meer ziehen, da lagen die Karten plötzlich anders. „Man müsste öfter mal am Meer sitzen können“, sagte Rohrmann. „Ich wünsche uns allen, dass wir es wagen, unsere Träume zu leben.“Segen 01 800x600 72DpI

 

Die Kirchengemeinderats-Vorsitzenden Rolf Wiegand (Emmelsbüll-Neugalmsbüll, 1. v. li.) Markus Kafurke (Horsbüll, 2. v. li.), Karl-Wilhelm Harfert (Klanxbüll, re.) mit Pastor Gerald Rohrmann und Pastorin Inke Thomsen-Krüger, stellv. Pröpstin-Südbereich des Kirchenkreises Nordfriesland.

Pastor Gerald Rohrmann mit seiner FamiliePastor Gerald Rohrmann mit seiner FamilieDie Kirchengemeinderäte unserer drei Gemeinden haben am 30. Januar in Horsbüll aus den beiden Bewerbern auf unsere vakante Pfarrstelle Pastor Gerald Rohrmann einstimmig als neuen Pastor für unseren großen Pfarrbezirk gewählt.


Pastor Rohrmann ist 50 Jahre alt und er schrieb uns in seiner Bewerbung:

 

Ich hatte in der Oberstufe einen sehr kompetenten und zugleich liebenswerten Religionslehrer, der mich für dieses Fach sehr begeistert hat; außerdem konnte ich in meiner Heimatgemeinde - Johannesgemeinde in Wiesbaden  als Jugendmitarbeiter in die kirchliche Gemeindearbeit hineinschnuppern und wurde später auch in den Kirchenvorstand gewählt. Viele Fragen hatte ich, die ich gerne klären wollte - und fasziniert war ich von dem Berufsbild des Pfarrers: Glauben leben, Gottes Wort predigen, viel mit Menschen zu tun haben, hoffentlich auch etwas bewirken, die Welt ein Stück verändern können: das hat mich sehr beeindruckt!

 

Gospelgottesdienst

Birgit Deussing hatte die Idee und Pastorin Katja Pettenpaul hatte die Muße sich diesem musikalischen Gottesdienst auf ihre ganz persönliche Art und Weise zu widmen.


Als Zuhörer empfand ich diesen Gottesdienst in der Emmelsbüller Kirche als ein ganz besonderes Geschenk an uns.


Pastorin Pettenpaul flocht ihre Predigt um das Thema "Befreiung - Freiheit - Gospelmusik" mit großem Einfühlungsvermögen um die besondere Situation der unterdrückten Menschen aus der Sklavenzeit herum und verband dieses mit manch heutiger Situation. Dem Chor merkte man an, dass er Spaß an der Zusammenarbeit mit der Pastorin hatte. Die Lieder waren passend gewählt und auch wir, die Besucher der fast gefüllten Kirche, wurden mit eingebunden.


Für mich war es eine Sternstunde in unserer Gemeinde.
Rolf Wiegand