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Schon lange ist es her, dass in der Schule in Emmelsbüll Gesang über den Platz schallte. Doch jetzt – „the storms may come and go, but the peace of God you will know“ (Stürme mögen kommen und gehen, aber der Frieden Gottes bleibt) – endlich wieder Musik in diesen stürmischen Corona-Zeiten! Seit Beginn der Corona-Beschränkungen ist auch das Singen und Musikzieren in ge- schlossenen Räumen nicht mehr möglich.

„Habt ihr Lust auf gemeinsame Musik mit uns?“ so in etwa kam im vergangenen Jahr die Anfrage aus Fockbek bei Rendsburg. Der Gospel- und Moritatenchor der dortigen Kirchengemeinde, kurz FoGoMo, suchte Kontakt. Da wir Joyful Voices immer gerne wieder etwas Neues ausprobieren, wurde spontan zu gesagt und wir freuen uns nun auf den bevorstehenden Besuch der Fockbeker bei uns in Emmelsbüll. Unter der Leitung von Stefan Schauer feierte FoGoMo im vergangenen Jahr sein 30 jähriges Bestehen. In einer Vorstellung des Chores heißt es: „Gospel ist lebendige Musik, ist Trauer, ist Freude. Wir als FoGoMo wollen dieses weitergeben an Liebhaber der Gospelmusik.“ Der z.Zt. aus 45 Sängerinnen und Sänger jeden Alters bestehende Chor wird Ende Juni in unserer Gegend ein Chorwochenende verbringen. So ergab sich eine gute Gelegenheit, neue Kontakte zu knüpfen und einen Besuch vorzubereiten. Schnittmengen im Repertoire waren schnell gefunden und nun ist es am 29. Juni soweit. Mit unseren Gästen gemeinsam werden wir den Tag in der Kirche in Emmelsbüll verbringen und gemeinsam singen und musizieren. Am Ende des Tages wird es dann ein Konzert mit abwechslungsreichem Programm geben. Beiträge jedes einzelnen Chores und natürlich gemeinsame Stücke stehen auf dem Programm, worauf wir uns besonders freuen, denn es ist immer wieder ein besonderes Erlebnis mit einem anderen Chor gemeinsam zu singen. Nach der dann folgenden Sommerpause starten wir am 23. August 2019 wieder mit den regelmäßigen Proben. Herzliche Einladung an alle: Samstag, 29. Juni 2019 Rimberti-Kirche Emmelsbüll um 19.00 Uhr FoGoMo zu Gast bei den Joyful Voices

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Joyful Voices on Tour
Am Freitag, den 21. September 2018, blieb es in der Emmelsbüller Schule leise, denn die Joyful Voices hatten sich am Mittag auf den Weg nach Borgwedel gemacht. In einer wunderschön an der Schlei gelegenen Jugendherberge verbrachten wir das probenreiche Wochenende.
Es wurden Lieder wie „Tears in Heaven“ oder „Make my day“ geprobt, um sie in unser Repertoire für die kommenden Konzerte aufnehmen zu können.
Neben den Proben wurde gut gegessen und geschnackt. Es wurden neue Chormitglieder in die Gemeinschaft aufgenommen, aber auch bekannte Gesichter konnte man von einer anderen Seite kennenlernen. Alles in allem war es ein warmherziges, lustiges und produktives Wochenende, was wir alle noch lange in Erinnerung behalten werden.
Die Durchführung dieses Wochenendes haben wir zum einen unserer Chorleiterin Birgit zu verdanken, die sich auf dieses Abenteuer eingelassen hat, und zum anderen Almut, die sich intensiv mit der Planung auseinandergesetzt hat und immer am Ball geblieben ist.
Dank Euch haben wir ein wunderbares Wochenende verbracht – DANKE!
(im Namen aller: Ann-Christin Bress)

 


JV in Borgwedel Okt 2018

Das hat die ehrwürdige Christuskirche in Niebüll selten erlebt. Der Nachmittag des 23. März hätte auch unter dem Motto des Liedes „Ein Lied kann eine Brücke sein“ stehen können. Fast 350 Menschen „rockten“ das Gotteshaus, dass eine begeisternde Freude war.

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Und der Grund? Fünf Chöre aus der Region mit insgesamt 120 Sängern hatten sich zusammengetan, um ein besonderes Experiment zu wagen: Der Gospelchor Niebüll unter der Leitung von Volker Scheibe, der Chor Gospelhouse von Jens-Uwe Albrecht aus Braderup, Klangspal aus Risum-Lindholm von Christine Burkhard, der Chor St. Wills Singers aus Leck unter Thomas Hansen und last not least unser Chor, die Joyful Voices unter der Leitung von Birgit Deussing.

Alle Chöre boten nach allein gesungenen Stücken auch jeweils zwei Lieder der anderen Chöre, die sie als Hausaufgabe einstudiert hatten und erstmalig alle zusammen am Aufführungstage morgens und mittags probten, um sie dann den Zuschauern darzubieten. Ein Experiment, das eigentlich keines war, weil es großartig klappte und das Publikum zu Begeisterungsstürmen hinriss. Auch das Publikum wurde zum Mitsingen animiert, was es dankbar und mit großer Freude tat.

Zuhörer und Sänger waren sich einig, etwas so Großartiges sollte unbedingt wiederholt werden.

Schöner Schlusseffekt: die Kollekte wurde an die Flutopferhilfe Mosambik weitergeleitet.

Wir als Chor Joyful Voices freuen uns, mit Birgit Deussing immer wieder neue Wege zu gehen und sind zurecht stolz auf das Erreichte.

 

Wolfgang Welter

 

 (Text aus dem Zeitungsartikel von Stefanie Brodersen in lesbarer Größe, Artikel im NF-Tageblatt s.u. im Bild.)

Unter dem Titel A-Chor-Deon haben der Harmonika-Club und die Joyful Voices ein beeindruckendes Konzert gegeben
Niebüll
Wer sich am späten Nachmittag des 1. Advent zum Konzert A-Chor-Deon in der Niebüller Christuskirche einfand, erlebte eine beeindruckende musikalische Veranstaltung. Das 1. Orchester des Harmonika-Clubs Niebüll trat gemeinsam mit dem Chor Joyful Voices aus Neugalmsbüll auf. Damit wollten beide Vereine an ihr erfolgreiches Debut im Jahr 2015 anknüpfen.

Kurz vor Beginn ist das Gotteshaus voll besetzt. Auch im Altarraum sitzt und steht man dicht an dicht: vorne die gut 20 Akkordeonisten, dahinter in mehreren Reihen der über 50-köpfige Chor. Schwarz-Türkis und Schwarz-Rot leuchten die Mitwirkenden mit der weihnachtlichen Dekoration um die Wette. Chorleiterin Birgit Deussing eröffnet das Konzert mit beiden Formationen und es erklingt die Popballade „From a Distance“ von Julie Gold. Zunächst sind nur ein paar Stimmen und Instrumente zu hören, nach kurzer Zeit aber entwickelt sich ein wohlklingendes Ganzes aus allen Musikern. Der Text stimmt nachdenklich: Aus der Ferne sieht es harmonisch und friedlich aus auf der Erde … Wie schön, wenn das wahr wäre.

Chor und Publikum
geraten in Wallung
Danach singt der Chor das Stück „Praising Song“, einen kurzen, aber dynamisch und rhythmisch sehr anspruchsvollen Spiritual. Erst singen die Männer, dann kommen die Frauen mehrstimmig dazu. Bei „I’ll fly away“ von Alison Krauss legen die Sänger/innen die anfängliche Unsicherheit und Schüchternheit ab. Die Stimmen werden mutiger und fangen an, sich zu verteilen und durch den ganzen Raum zu fliegen. Es folgen die beiden afrikanischen Stücke „Wasma ajelile“ und „Amavolovolo“. Sofort geht der Rhythmus ins Blut, was auch der authentischen Begleitung auf zwei Djemben zu verdanken ist. Mit viel Gestik und Ausdruck, Fingerschnippen und Bewegung gerät der gesamte Chor in Wallung. Spätestens beim fröhlichen und mitreißenden „Oh Happy Day“ springt der Funke ins Publikum über. Als überzeugender Solist glänzt Sönke Hansen, der mit souliger Stimme großen Anteil am guten Gelingen dieses Stückes trägt.

Das Akkordeon-Orchester mit seinem Leiter und Dirigenten Martin Gehrke bringt das „Finale“ aus der Symphonie Nr. 3 von Camille Saint-Saens zu Gehör. Ein voluminöser Orgelklang ertönt in diesem Werk der modernen Klassik und wechselt sich mit spielerischen mehrstimmigen Passagen ab, getragen von einer dominanten Basslinie. Auch bei den „Dalmatinischen Tänzen“ von Adolf Götz erzeugen die Musiker ein wunderbares Hörerlebnis. Abwechslungsreiche, fernöstlich anmutende vielstimmige Melodien mischen sich zu einem harmonischen Gesamtklang, gekonnt unterstützt von zwei Keyboards und Stephanie Fischer (Schlagzeug und Percussion).

Von Filmmusik
bis Rock-Opus
Gemeinsam lassen Orchester und Chor „Baba Yetu“ erklingen. Es ist, wie Brigitte Deussing erklärt, das auf Kisuaheli gesungene Vaterunser. „Die unglaubliche Dynamik dieses Stückes hat uns alle sofort fasziniert“. Und tatsächlich erklingt von den über 70 Musikern ein akustisches Feuerwerk aus Rhythmus, Melodie und Gesang, bei dem auch Sönke Hansen wieder solistisch aktiv ist. Nach kurzer Pause übernehmen wieder die Joyful Voices. Der Chor singt „Shackles“ von Mary Mary, einen Popsong. Die professionelle Piano-Begleitung, mehrere Solo-Parts und eindringliche Zischlaute verleihen diesem Stück das Besondere. Auch das bekannte „Viva la Vida“ von Coldplay interpretiert der Chor sicher und stimmlich weiter gefestigt. Ein echter Höhepunkt folgt mit der Darbietung des Rockstückes „Africa“ von Toto. Mit Händereiben, Schnipsen und Schenkelklopfen erzeugen die Chormitglieder im Intro ein so täuschend echtes Regengeräusch, dass der Zuhörer seinen Ohren kaum traut. Obwohl es in dem Song regnet, strahlt der Chor und lässt das Publikum seine Freude am Singen spüren.

Das Akkordeon-Orchester wartet mit einem Werk aus der Filmmusik auf und spielt die viersätzige Suite „Fluch der Karibik“. Romantik und Dramatik des Piratenlebens werden in diesem pompösen Stück umgesetzt. Mit einem Medley aus den bekannten Melodien der „West Side Story“ von Leonard Bernstein verzaubert das Orchester erneut.

Donnernder Applaus
der mehr als 250 Zuhörer
Das Programm endet mit einem gemeinsamen Stück. Bei „Bohemian Rhapsody“ von Queen bringen Chor und Orchester das Einzigartige in diesem Rock-Opus überzeugend zum Ausdruck. In einem unter die Haut gehenden „Any Way the Wind blows …“ klingt das Konzert ganz sanft aus. Der donnernde Applaus der über 250 begeisterten Gäste gipfelt in Standing Ovations. Nach einer Zugabe gehen die Besucher beschwingt und mit reichlich Nachklang im Ohr ihrer Wege.
Stefanie Brodersen

 

A Chor Deon