Moin moin, liebe Klanxbüller!


Brigitte MöllerWissen Sie, was das Beste am Norden ist? - Unsere Kirchen. Und ganz besonders dieses Kleinod unter Reet hatte es mir schon vor zwölf Jahren angetan, als ich die Klanxbüller Kirche zusammen mit meinem langjährigen Musikerfreund, Jochen Seeger und Pastor Friedel besuchte und wir hier gemeinsam musizierten. Deshalb fühlte ich mich auch sofort angesprochen, als die Küsterstelle überraschend wieder frei wurde. Wie von Zauberhand fügte sich alles. So bekam ich zum richtigen Zeitpunkt auch eine Wohnung in Rodenäs.


Zu meiner Person:
Ich wurde vor 62 Jahren in Hamburg geboren, bin verwitwet und Mutter einer erwachsenen Tochter, die in Berlin lebt. 1995 zogen wir nach Angeln, und ich bekam hier die Möglichkeit, das Orgelspielen wieder aufzunehmen und im Posaunenchor die Tuba zu blasen. Außerdem sang ich in mehreren Kirchenchören.


Im Mai 2000 habe ich dann das kleine Kirchenmusiker-Examen (C-Prüfung) erworben. Doch mein weiterer Weg führte mich nicht auf die Orgelbank sondern zum Gregorianischen Choral, jenen Gesängen, aus denen sich unsere abendländische Musik entwickelt hat und die noch heute in den Klöstern gepflegt werden. Parallel zu einer intensiven Ausbildung in dieser speziellen Disziplin gab ich das Erlernte weiter und baute in St. Nikolai Flensburg eine Choralschola (Sängergruppe) auf, die regelmäßig liturgische Aufgaben in den Gottesdiensten übernahm. Eine wöchentliche Gregorianische Vesper wurde im Laufe der Jahre zu einem festen Bestandteil des geistlichen Lebens an dieser Kirche - bis heute.


Beruflich war ich seit 2007 in der offenen Seniorenarbeit tätig, bis diese im vorigen Jahr aus Kostengründen eingestellt wurde. Auch hier war neben vielen anderen Aktivitäten die Musik ein Schwerpunkt meiner Arbeit. Das Singen der alten vertrauten Volkslieder und neuerer Lieder mit humorvollen Texten aus dem Seniorenalltag hat uns allen immer viel Freude bereitet.


Als Ihre/Eure Küsterin liegt es mir jedoch vor allem am Herzen, unsere wunderschöne, kleine Kirche zu hüten, sie als Ort des Gebetes und der Andacht zu pflegen und für die Menschen Ansprechpartnerin zu sein, die unsere Kirche und die Gottesdienste besuchen. Das Wort "Küster" kommt von lateinisch "custos" und bedeutet Hüter, Wächter. In diesem Sinne verstehe ich meinen Dienst in und für die Gemeinde.


Brigitte Möller