Geistliches Wort

Liebe Leserinnen, liebe Leser!


Wenn wir in unseren Kirchen Erntedank feiern, dann sind die Felder schon lange gemäht und das Korn gedroschen. Viele Flächen sind gar schon gepflügt, geeggt und fürs nächste Jahr vorbereitet.


Und so können wir nur noch auf Bildern nachvollziehen, welches Wunder der Schöpfung uns 2017 wieder begegnet ist. Schauen wir deshalb jetzt noch einmal genau hin, wie wunderbar so eine Ähre gemacht ist, denn dann können wir auch das Gleichnis vom Reich Gottes viel besser verstehen, das Jesus den seinen erzählt hat.


"Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mensch Samen auf das Land wirft und schläft und aufsteht, Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst - er weiß nicht wie, denn von selbst bringt die Erde Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach das volle Korn in der Ähre. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schickt er alsbald die Sichel hin; denn die Ernte ist da." (Markus Evangelium 4, 26-29)


So ist der Kreislauf der Natur. Jesus hat es ganz genau beobachtet - und es ist bis heute so. Nur dass bei uns keiner mehr das Korn mit der Sichel mäht, sondern mit Mähdreschern, die dem Menschen die Arbeit erleichtern.


Doch das Bild vom Werden und Vergehen, von Saat und Ernte ist noch heute dasselbe. Immer noch wächst das Samenkorn genauso wunderbar wie damals. Und so dürfen auch wir heute staunen über die Schönheit der Schöpfung von der Jesus sagt: So ist es auch mit dem Reich Gottes. Genauso gut und durchdacht ist alles, was Gott uns im Überfluss geschenkt hat. Ein Geschenk ist das Leben, eingebunden in den Lauf der Zeit.


Es hat einen Anfang und es hat ein Ende. Es ist wie im Kreislauf der Natur. Immer und überall ist Gott da und begleitet die Seinen. Und wer da glaubt und getauft ist, der hat das ewige Leben, der ist in der Liebe Gottes aufgehoben für alle Zeit und Ewigkeit; der lebt aus und in der Liebe; der hat im Reiche Gottes eine Heimat und ein ewiges Zuhause. Und so kann das Leben toben. So kann so mancher Kummer quälen. Das Ziel bleibt im Blick. Möge diese Wahrheit uns begleiten, wenn die Tage nun kürzer werden und das Jahr sich neigen will. So werden wir das Ziel erreichen. Denn diese Wahrheit bleibt bestehen:


"Gottes sind Wogen und Wind,
Segel und Steuer aber,
dass ihr den Hafen gewinnt
sind euer!"


Holger Asmussen, Pastor

 

Anmerkung der Redaktion:
Pastor Holger Asmussen, wohnhaft in Fahretoft, ist nach dem Fortgang von Propst Dr. Bronk vom Kirchenkreisrat zum Stellvertreter des Propsten ernannt worden. In dieser Funktion begleitet er uns während der Vakanz unserer Pfarrstelle.
Für diesen kompetenten Beistand bedanken wir uns sehr herzlich bei ihm.




Tageslosung von Dienstag, 21. November 2017
Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leiht und das Seine tut, wie es recht ist!