„Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, Herr, mein Gott.“ (Jona 2,7) – So betet Jona im Bauch des Walfisches. Eigentlich ist noch nichts gerettet. Er vom Walfisch verschlungen. Er könnte verzweifeln. Aber Jona ist sich sicher: den Walfisch hat Gott geschickt! Jona hatte einen Auftrag bekommen – in eine ferne Stadt sollte er reisen und ihnen von seinem Gott erzählen und dass der Untergang der Stadt bevorstehe, wenn sie sich nicht endlich besserten. Jona hatte keinen Bock auf so einen Auftrag. Er lief zum Hafen, heuerte auf einem Boot an, das genau in die entgegengesetzte Richtung fuhr. Und dann kam der Sturm. Die Seeleute warfen ein Los, wessen Gott ihnen so sehr zürne, dass dieser Sturm losgebrochen ist. Und das Los fiel auf Jona. Da wurde es Jona klar: Gott kann man nicht entkommen. Vor ihm kann man nicht weglaufen. Wenn Gott etwas mit uns vorhat – dann wird er das auch tun. Jona bittet: Werft mich über Bord, es ist meine Schuld! – Und genau so geschieht es – Jona über Bord, der Sturm hört im selben Moment auf, aber ein Walfisch verschlingt Jona im Wasser, so dass Jona nicht ertrinkt; und im Bauch des Walfisches überlebt er drei Tage lang. Dann speit ihn der Walfisch aus – wo? Na klar, nahe jener Stadt, in die Gott Jona von Anfang an schicken wollte. Jona versteht: Vor Gott kann man nicht weglaufen – und führt seinen Auftrag aus. „Du hast mein Leben aus dem Verderben geführt, Herr, mein Gott.“ Jona erlebt es so: Wenn wir eigenmächtig unsere Wege gehen und nicht nach Gottes Willen mit uns und für uns fragen, dann führt der Weg ins Verderben. Zumindest nicht zu jener Erfüllung, die nur Gott unserem Leben zu schenken vermag. Drei Tage, drei Nächte im Bauch des Walfisches reichen, dass Jona seinem Gott neu vertrauen lernt: Was immer kommt, was immer geschehe, und wenn ein Weg noch so kompliziert erscheint, Gottes Wille mit uns noch so unmöglich erscheint: vertrau einfach. Gib dich Gott in die Hand. Er weiß, was er tut! –

Bleibt behütet!

Foto: Unser Kater Oskar, ganz entspannt neben der Kalenderbotschaft: „Ich glaube – hilf meinem Unglauben!“