„Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die Herrlichkeit des Herrn geht auf über dir.“ (Jesaja 60,1).

Gestern wurde es wieder früh dunkel. Wie das so ist im Dezember, wenn die Tage immer noch kürzer werden. Aber dann wurde es richtig hell. Musik kündigte das Kommen an. Menschen standen am Straßenrand. Und er erlebten eine wunderschöne Treckerparade in Emmelsbüll-Horsbüll.

10. Dezember 2021

Da ist es gestern passiert. Ich komme in den Kindergarten, beginne mit einer Frage: Welches Fest feiern wir bald? – Weihnachten, das war für die Kinder kein Problem. Dann die nächste Frage: Wer steht denn im Mittelpunkt des Weihnachtsfestes? Und da kam die Antwort eines Kindes wie aus der Pistole geschossen: Der Weihnachtsmann! Tja, damit hätte ich rechnen müssen!

9. Dezember 2021

„So wahr mir Gott helfe“! So hat Maria nicht ihr kurzes Gespräch mit dem Engel beendet, der ihr eröffnete, sie werde schwanger werden und Gottes Sohn zur Welt bringen. Aber sinngemäß war das gar nicht so weit entfernt. Sie sagte: „Ich bin des Herrn Magd. Mir geschehe, wie du gesagt hast.“ Da schwingt die Ahnung mit: Wenn Gott etwas von uns will, da können wir nicht verhandeln und kommen aus der Sache sowieso nicht heraus. Aber auch das Vertrauen: Gott wird schon helfen: und mit seiner Hilfe wird alles gehen.

8. Dezember 2021

Es war ein großer Satz im Jahr 2015, gesprochen von der nun aus dem Amt scheidenden Bundeskanzlerin Angela Merkel: Wir schaffen das! Gar nicht mit zu viel Pathos gesagt, sondern sehr kämpferisch, ehrlich, zuversichtlich: Wir schaffen das! Angesichts des Flüchtlingselends, das sich vor den Grenzen Deutschlands abspielte. Und es klang so bisschen wie in einer Familie, wenn eine Krisensitzung angesagt ist, vielleicht ist jemand erkrankt, vielleicht hat jemand eine wichtige Prüfung in den Sand gesetzt, vielleicht ist jemand einfach am Boden zerstört, und der Vater, die Mutter sagt in die Stille: Wir schaffen das schon! Es waren die Worte, die ich immer mit ihrer Kanzlerschaft verbinden werde.

7. Dezember 2021

Na, sind sie gut gefüllt worden, eure Nikolausstiefel? Auf jeden Fall war der Nikolaus gestern sehr fleißig. Und er war auch in Emmelsbüll zugange. Um 16.00 Uhr hatten sich viele Kinder mit Eltern an der Kirche eingefunden. Er ließ noch einen Augenblick auf sich warten, der Nikolaus. Ist ja auch in diesen Tagen ein besonders gefragter Heiliger! Na, wir sangen schon mal ein paar Strophen von „Lasst uns froh und munter sein!“ Die Kinder waren super textsicher und sangen laut mit. Und dann kam er: mit großem Geschenkesack auf dem Rücken trat er mitten unter die Kinder.

6.Dezember 2021

Ich habe sie geliebt – diese besondere Rolle des Lebens. Einmal im Jahr sich als Nikolaus zu verkleiden und den Kindergarten einige Orte weiter von meiner früheren hessischen Gemeinde entfernt (wo die Kinder mich nicht so leicht erkennen konnten wie in meiner eigenen Gemeinde, vor allem an der Stimme!) zu besuchen. Das Nikolausgewand lag dort schon bereit. Ich schlich mich durch die Eingangstür, wenn keine Kinder im Flur waren, zog mich um. Die Leiterin kam dann und brachte mir den Sack mit den Geschenken. Und ich stapfte los, von Raum zu Raum. Und dann saßen wir im Kreis, die Kinder, die Erzieherinnen und Erzieher, und ich, der Nikolaus.