Die Legende vom Schachspiel Nach einer Legende aus Indien hat Sissa ibn Dahier das Schachspiel erfunden. Er lebte angeblich im dritten oder vierten Jahrhundert nach Christus. Damals, so erzählt die Legende, habe der indische Herrscher Shiram sein Volk tyrannisiert und das Land ins Elend gestürzt.

„Wir leben oder wir sterben, so sind wir des Herrn.“ (Römer 14,8) Was für ein schöner Genitiv in der Lutherübersetzung: wir sind „des Herrn“. Der Genitiv der Zugehörigkeit ist das. Wir gehören zu Gott. Wir haben bei ihm unser Zuhause. Einen Stein im Brett. Einen Stammplatz in seinem Herzen, wenn wir so menschlich von Gott reden dürfen. Wir gehören zu ihm. „Er gehört zu mir wie sein Name an der Tür!“ – Ja, das ist in ganz anderem Zusammenhang gesungen, aber Gott und ich – Gott und du: das soll einfach ein Team sein, das durch nichts auseinander zu bringen ist! Wenn wir manchmal suchen, zweifeln, fragen: Wo gehöre ich eigentlich hin? Ruft der ganze Himmel schon längst: „Du gehörst doch zu mir! Ich bin dein Gott und bin für dich da!“ – Wenn wir manchmal mit uns ringen: Wohin kann ich mit dieser Schuld, mit jener Last schon gehen? – sagt Gott zu uns: „Ich trage doch längst mit an deiner Last und hab deine Schuld schon vergeben.“ Wir gehören zu Gott.

Die vierte Woche der Passionszeit hat begonnen. Die Aktion „Sieben Wochen ohne“ stellt sie in diesem Jahr unter die Worte: Dir zuliebe? Spielraum! Sieben Wochen ohne Blockade. Dir zuliebe: Was tun wir im Leben so ganz ohne jeden Eigennutz? Was tun wir so ganz: einem anderen, einer anderen zuliebe? Was hat jemand anderes für euch getan, einfach so, weil es euch gut tun sollte? – Oft handeln wir nach dem Gegenseitigkeitsprinzip: Ich tu dir Gutes, damit du mir Gutes tust. Oder: Ich tue dir Gutes, weil du mir Gutes getan hast. Wie hab ich mich manchmal geziert, an Weihnachten mir etwas schenken zu lassen von jemandem, für den ich kein Geschenk vorbereitet habe?

Ihr wollt wissen, wie es mir ergangen ist - gestern, bei meiner Frisörin? Es fühlt sich richtig gut an, kann ich da nur sagen, mit weniger Last auf dem Kopf 😊. Und ich hoffe, es ist – lieber Henning, du hattest dich gestern ja ganz lieb um mich gesorgt – nicht so wie bei dem biblischen Samson, der alle seine Kraft verlor, als ihm die Haare gestutzt wurden! Erleichtert war ich, dass mich unser Mops ins Haus ließ – ich fürchtete erst, er würde mich gar nicht mehr erkennen! Ich war so beschwingt nach dem Haarschnitt , dass ich die Besorgungsliste, die ich für Klanxbüll von meiner Frau noch mitbekommen hatte, prompt vergaß und auf direktem Wege gleich nach Hause fuhr! – Ich war aber auch beschwingt, weil ich beeindruckt war von der, die die Schere schwang.

Heute ist es soweit! Ich bin schon ganz aufgeregt! So lange habe ich darauf gewartet. Sehnsüchtig! Früher war das so selbstverständlich, zack, hin, viertel Stunde wieder draußen, alles war gut. Aber jetzt ist es fast schon ein bisschen Himmel auf Erden. Ein Königreich für diesen Termin! Mir ist ganz feierlich zumute! – Wie, meint ihr? Impfen? Nein, ich bin natürlich noch nicht dran mit einem Impftermin. Ja, den Termin sehnen wir auch alle herbei, wenn das endlich geschafft ist und wir mit etwas mehr Leichtigkeit und weniger Angst uns anzustecken oder andere anzustecken in unseren Alltag aufbrechen können. Aber heute habe ich den anderen von den beiden momentan so heißbegehrten Terminen ergattert: den bei meiner Lieblingsfriseurin!

Da war es also passiert! Mehrfach hatte ich, frischverliebt wie ich war, meiner angehenden Braut nun schon Blumen geschenkt. Aber just am 8. März waren keine dabei! Auch nicht die traditionelle Rose. Und ich war mir noch nicht einmal einer Schuld bewusst. 8. März – die Bedeutsamkeit dieses Tages war mir nicht bewusst. Da bin ich in einem westdeutschen, eher konservativen Elternhaus aufgewachsen. Schlimm wäre es gewesen den Muttertag zu vergessen! Aber der Weltfrauentag wurde nie besonders begangen. Bei meiner Frau, im Osten sozialisiert, war das etwas ganz anderes!